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* Tanja Seufert

ist Co-Redaktionsleiterin des Haus Magazin und schreibt über Themen rund um Wohnkomfort und Einrichten.

Tierhaare: Ein Blick durchs Mikroskop

Hunde- und Katzenhalter können von Tierhaaren ein Liedchen singen. Wer ein Mikroskop hat, sollte einmal einen genaueren Blick riskieren.

Text — Tanja Seufert*

Wenn Haustiere im Frühjahr «haaren», also ihr Winterfell verlieren, ist wieder Hochsaison für Staubsauger & Co. So nervig Tierhaare sein können, so faszinierend sind sie auch – zumindest, wenn man sie unters Mikroskop legt. Jedes Haar, egal ob tierischen oder menschlichen Ursprungs, sieht an der Oberfläche ein wenig wie ein Tannzapfen aus. Denn seine äussere Schicht besteht aus Hornschuppen. Bei gesunden Haaren liegen diese Schuppen flach auf. Die glatte Oberfläche reflektiert das Licht, das Fell (oder die Haarpracht) glänzt. Stehen die Hornschuppen ab – etwa wegen Nährstoffmangel –, wirkt das Haar hingegen matt. Tier- und (kurze) Menschenhaare voneinander zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. In der Rechtsmedizin werden deshalb Elektronenmikroskope verwendet.

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