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* Helen Weiss

ist freie Journalistin und schreibt für Fachzeitschriften und Tageszeitungen über Themen rund um Fauna und Flora, Garten, Wohnen und Gesundheit.

Weg mit dem Staubwedel: Wer richtig putzt, leidet weniger.

Staubwischen für Allergiker

Allergien gegen Hausstaub, Pollen und Tierhaare sind weit verbreitet. Neben geeigneten Therapien hilft richtiges Putzen, die Beschwerden daheim zu lindern.

Text — Helen Weiss*

Wer kennt sie nicht, die unschönen Wollmäuse unter dem Sofa? Dabei sind diese Staubansammlungen nicht nur jeder Hausfrau und jedem Hausmann ein Dorn im Auge, sondern können auch Allergien hervorrufen. Tränende Augen, eine verstopfte Nase und ein trockener Hals sind die Folgen, wenn Allergiebetroffene mit ihrem Reizstoff konfrontiert werden. Um die lästigen Symptome zu minimieren, stehen Allergiker vor der Herausforderung, die allergieauslösenden Stoffe regelmässig aus ihrer Wohnung zu entfernen. Das heisst vor allem eines: putzen.

Doch der Weg zu einem sauberen Haus ist für viele Allergiker beschwerlich – gerade beim Putzen, Saugen oder Wischen wird viel Staub aufgewirbelt. Deshalb gibt es zwei einfache Grundregeln zu beachten: Lieber weniger häufig, dafür gründlich putzen. Und: Nach dem staubsaugen feucht wischen. Übliche Staubsauger schlucken zwar Staub, blasen aber belastete Luft wieder in den Raum. Deshalb sollten Allergiker beim Kauf des Geräts auf das Schweizer Allergie-Gütesiegel achten oder einen Staubsauger mit Hochleistungsfilter wählen.

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Allergene vermeiden

Bodenflächen müssen nach dem Staubsaugen immer feucht aufgewischt werden – nur so kann auch der restliche Staub gebunden werden. Das gilt auch beim Abstauben von Regalen und Oberflächen: Hier sollte man weder einen schicken Staubwedel noch ein Staubtuch verwenden, denn diese wirbeln den Staub eher auf als ihn festzuhalten. Besser hilft ein feuchtes Tuch.

Doch nicht allein Luftpartikel können Allergien hervorrufen: Putzmittel enthalten zum Teil Stoffe, die Haut- oder Atemwegsreaktionen auslösen können. Darum sollte beim Kauf unbedingt auf Produkte geachtet weder, die ohne Duft- und Konservierungsstoffe sowie Enzyme auskommen.

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An kühlen Wintertagen verkriecht man sich gerne ab und zu unter die Decke und geniesst die angenehme Wärme in der Wohnung. Die kalte Luft von draussen möchte man da gar nicht erst reinlassen. Trotzdem: auch im Winter ist es wichtig, regelmässig zu lüften.
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Info
Regelmässig lüften

Staub mag keine Feuchtigkeit, daher sollten Allergikerinnen und Allergiker ihre Wohnung regelmässig und richtig lüften. Am besten nicht nur morgens, sondern mehrmals über den Tag verteilt während drei bis fünf Minuten – sommers wie winters. So wird die Luftfeuchtigkeit in den Räumen erhöht und die Staubbildung deutlich verringert. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 50 Prozent – im Schlafzimmer nicht über 80 Prozent – und einer Wohnraumtemperatur zwischen 19 und 21 Grad haben etwa Hausstaubmilben die kleinsten Überlebenschancen.