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* Barbara Lanz

ist Journalistin und arbeitet vor allem im digitalen Bereich. Sie schreibt für Tages- und Fachmedien in den Bereichen Gesellschaft, Lifestyle, Energie und Wohnen.

Feinstaub kann bestehende Allergien verstärken oder neue auslösen.

Der Feinstaub steckt im Detail

Feinstaub macht vor keiner Tür und keinem Fenster halt. Gerade bei Allergikern verstärkt er Symptome und Reaktionen.

Text — Barbara Lanz*

Mit dem schönen Wetter beginnt für Allergiker eine anstrengende Zeit: Die Pollen sind wieder unterwegs. Noch schlimmer wirds, wenn gleichzeitig die Feinstaubbelastung besonders hoch ist. Feinstaub, zu dem vor allem Abgase aus dem Strassenverkehr zählen, dringt tief in die Lunge ein und kann gerade in Städten, wo die Abgasbelastung höher ist, Auslöser von gesundheitlichen Problemen wie etwa Asthma oder Herz-Kreislauf-Beschwerden sein.

Feinstaub verbindet sich auch mit Pollenallergenen und verstärkt allergische Reaktionen.  Oder aber er fördert eine Hausstauballergie zutage. Denn nicht nur Pollen verbinden sich leicht mit dem Staubpartikeln, auch Milbenkot haftet daran.

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Luftfeuchtigkeit hilft, Partikel zu binden

Im Freien wird die Feinstaubbelastung von Fachstellen gemessen und Grenzwerte werden kontrolliert. Um den feinen Partikeln im eigenen Zuhause den Kampf anzusagen, braucht es jedoch Selbstdisziplin. Die Wohnräume müssen regelmässig gründlich gereinigt und gelüftet werden. Auch die Luftfeuchtigkeit wirkt sich direkt auf die Feinstaubbelastung in Innenräumen aus; eine Feuchte von 40 bis 60 Prozent gilt als optimal.

Regelmässiges Staubsaugen ist unabdinglich - aber erst ein guter Staubrückhaltefilter im Gerät sorgt für nachhaltigen Erfolg. Glatte Bodenoberflächen bedürfen zudem einer Feuchtreinigung. Und wer etwa bei offenem Fenster schläft, sollte sich am besten auch der Bettwäsche annehmen. Aber bitte nur im Freien ausschütteln, um den Feinstaub nicht erneut in der Wohnung zu verteilen.